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Die bayerische Landeshauptstadt gehört zweifellos zu den begehrtesten Orten zum Leben, Wohnen und Arbeiten in Deutschland. Die enorme Wirtschaftskraft, ein überwältigendes Kultur- und Freizeitangebot, die hervorragende Infrastruktur und die günstige geografische Lage sind nur einige Gründe dafür. Steigende Mietpreise sind daher fast zwangsläufig die Folge. Vielleicht fragen Sie sich auch, wo günstiges Wohnen in München überhaupt noch möglich ist?!

Die Attraktivität der Isar-Metropole ist nach wie vor ungebrochen. Vor einem Jahr überschritt die Einwohnerzahl erstmals die magische 1,5 Millionen-Marke. Von daher überrascht es nicht, wenn die Nachfrage nach Wohnraum deutlich größer ist als das Angebot, was auch steigende Mietpreise bedeutet. Im Schnitt wohnen Mieter nirgendwo in Deutschland so teuer wie in München. Die Durchschnittsmiete für eine typische 80 Quadrameter-Wohnung mit drei Zimmern liegt derzeit bei 13,60 Euro - und damit fast 36% höher als noch 2007.

Kaufpreise steigen schneller als Mieten

Das ist allerdings im Vergleich zur Kaufpreisentwicklung noch vergleichsweise bescheiden. Hier hat sich das Preisniveau im gleichen Zeitraum fast verdoppelt. Die Mieten haben sich nicht so dynamisch entwickelt. Wenn von Überhitzung am Münchner Immobilienmarkt die Rede ist, dann gilt das vor allem für Immobilieneigentum. Zu dem vergleichsweise moderaten Mietanstieg dürfte nicht zuletzt die gesetzliche Regulierung der Mieterhöhungen beigetragen haben. Seit August 2015 gilt in der bayerischen Landeshauptstadt zusätzlich die Mietpreisbremse. Danach darf die Miete bei Neuvermietungen nicht mehr als 10% über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Es kommt auf die Lage an

Noch ist es zu früh, Bilanz zu ziehen. Aber es lässt sich vermuten, dass die Maßnahme der Mietpreisbremse dazu beiträgt, den weiteren Mietanstieg in Grenzen zu halten – alleine schon deshalb, weil viele Vermieter geplante Mieterhöhungen in Erwartung der Begrenzung bereits vorgezogen haben. Günstig wohnen ist dadurch trotzdem nicht garantiert. Tatsächlich kommt es in München sehr darauf an, wo eine Wohnung gemietet wird. Wirklich günstige Mieten sind zwar die Ausnahme, dennoch entscheidet der Standort maßgeblich über die Miethöhe.
Im Zentrum sind die Mieten laut Mietspiegel am höchsten. Die Stadtviertel Lehel (17,04 Euro), Altstadt (16,32 Euro) und Schwabing (16,19 Euro) führen die Rangliste bei den Quadratmeter-Mieten an. Um diesen "harten Kern" herum werden die Mietpreise quasi in konzentrischen Kreisen niedriger. Relativ günstige Mieten finden Sie insbesondere in den westlichen Stadtbezirken Lochhausen, Langwied, Aubing und Allach, die schon recht ländlich geprägt sind. Hier liegen die Quadratmeterpreise im Schnitt unter 12 Euro – rund ein Viertel bis ein Drittel weniger als im Zentrum.

Mietpreise sinken zum Teil schon jetzt

Und erstmals seit Langem verzeichnet das 2015-09-15_Wohnungsmarktbarometer sogar ein lange nicht gekanntes Phänomen: Die Mietpreise sinken!
Das gilt zwar nicht für die begehrtesten Stadtteile, doch in Untergiesing, Berg am Laim und Freimann sowie einigen anderen Gegenden war im letzten Jahr schon ein Rückgang zu verzeichnen.

Fazit

Noch ist es sicher nicht angebracht, von Mietpreisverfall zu sprechen. Doch die Spitze des Mietpreisanstiegs könnte überschritten sein. Möglicherweise sieht die Mietsituation in drei bis vier Jahren entspannter aus. Es besteht also Hoffnung für Mieter!