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Instandsetzungskonzept – ein unschätzbares Mittel

Heutzutage ist eine Baumaßnahme ohne juristische Hilfe nicht mehr denkbar, ohne in Haftungsprobleme und juristische Verwicklungen zu geraten. Manche Maßnahmen sind nach heutigem Stand der Regelwerke nicht ausführbar oder nur mit einem unwirtschaftlichen hohen Kostenaufwand realisierbar.

Betroffene Maßnahmen sind beispielsweise:

  • Wärmedämmstärken der EnEV
  • Tiefgaragen (Einbau eines Gefälles bei Fahr- und Stellflächen)
  • Einbau eines OS 10 Systems mit Bitumenabdichtung
  • Asphalt Beläge
  • Aufkantungshöhen bei Abdichtungshochzügen an Balkonen und Terrassen

Für Betoninstandsetzungsarbeiten ist die Richtlinie „Instandsetzungs-Richtlinie“ maßgebend. Diese wird als „anerkannte Regel der Technik“ allgemein anerkannt.
Ein nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel bei der Planung kann das Instandsetzungskonzept sein. Zunächst muss eine Bestandsaufnahme/Mängelfestlegung vom sachkundigen Planer durchgeführt werden.
„Aus den Ermittlungen des Ist- und Sollzustandes ist das Instandsetzungskonzept zu entwickeln. Auf dieser Basis ist ein Instandsetzungsplan aufzustellen.“ (Teil 1 der Instandsetzungs-Richtlinie unter Pkt. 3.1.3)
Hinweise, Alternativen und ergänzende Leistungen, sowie Sonderlösungen, die keine Interpretation in den Regelwerken haben, sind auch mit aufzunehmen. Um die Maßnahmen zu ermöglichen müssen Regelverzichte mit dem Auftraggeber vereinbart werden. Diese müssen substantiiert aufgeführt und begründet werden. Es muss auch mit aufgeführt werden, gegen welche Regelwerke verstoßen würde. Auf diese kann nur eingegangen werden, wenn der Auftraggeber zustimmt. Zum besseren Verständnis und zur einfacheren Entscheidungsfindung des Auftraggebers sind ggf. Detailzeichnungen und Kostenschätzungen erforderlich und dem Instandsetzungskonzept beizufügen.

Die Praxis zeigt, dass es in erster Linie auf die Machbarkeit und Gebrauchstauglichkeit ankommt, solange das Werk mangelfrei bleibt. Ansonsten treten die formalen juristischen Entscheidungen in den Vordergrund.

Quelle: http://www.awv-muenchen.de/wp-content/uploads/2015/01/AWVakt17.pdf